Inselrausch unterliegt Piratenbräuten klar, aber knapp
Hallo, Freunde,
ein historisches Fußballspiel in der “Mittagshitze” von Sylt.
Da Dirk in Voraussicht Jens oder mich gebeten hat, zu berichten, komme ich der Chronistenehre gerne nach.
Obwohl die Teilnahme-Quoten von Ichantwortegrundsätzlichnichtaufmails-umzuzusagenoderabzusagengelegentlichmitspielern absacken, gestern kamen nur drei nicht vorgesehene Mitspieler, waren wir letztlich doch wieder 11 überwiegend und durchgehend gute Freunde, die optimale Spielbedingungen vorfanden.
Mein persönlicher Sportheld Heinz (63), der gestern vermutlich am vormittag noch Halbmarathon in Botswana gelaufen ist, um uns in der Gluthitze des mittags trotzdem zu zeigen, was sportliche Einstellung ist, war glücklicherweise darunter.
Ich darf das sagen, weil es mir überraschenderweise einige Male gelang, mich um Heinz zu schlängeln, während seine harten Stollen auf überaus faire Art und Weise alles unterhalb meiner Hüfte bearbeiteten.
Heinz grätscht, Heinz jammert auch nicht, wenn er einen Ball mit 240 km/h aus kürzester Entfernung ins Rückgrat kriegt, Heinz ist hart, vor allem auch gegen sich selbst, Heinz hechtet, wenn er im Tor ist, Heinz schüttelt jugendliches Querulantentum von Mitspielern mit der Souveranität des Alters lässig ab. Und weil Heinz in seiner Spielweise an den dänischen Rasenmäher Stig Töfting erinnert, konnte er gestern sogar unsere gesamte Abwehr unterlaufen und ein Tor erzielen. Auf der richtigen Seite übrigens.
Kurzum, es trafen sich folgende Teams:
DP / Jens / John / Ede und Herr Surfer als Team Inselrausch in den schicken neuen T-Shirts, die uns der alte Buddy Torsten aus Sylt mitbrachte (www.inselrausch.de),
Oli S. / Steven / Heinz / Paki / Claudius und Tobi als Team Piratenbräute
Team Inselrausch litt nach dem Spiel unter Realitätsverlust, so flüsterte mir Ede noch auf dem Weg zum Parkplatz zu, das wir eigentlich gewonnen hätten. Bei so vielen Chancen, so viel Moral und Kampfgeist. Offenbar war er im Inselrausch.
Das war einer der Momente, wo ich froh war, kein Profi zu sein, der mit dieser Aussage seines Mitspielers vor laufenden Live-Kameras konfrontiert wird.
Ede, ich und unsere anderen drei unglücklichen Mitstreiter konnten nämlich nur 3 Tore erzielen, die anderen 9. Dafür haben wir nahezu alle inoffiziellen Wertungen gewonnen, Latte/Pfostentreffer ca. 8 - 1, aus ein bis zwei Metern unbedrängt drüber/vorbei 12 - 0, als letzter Mann Fehlpass in den Fuß von Steven mit Folge Gegentor 3 - 0, es ist Ede sogar gelungen, Oli S. Foul schreien zu lassen, nachdem Ede ihn im Laufduell erfolgreich hypnotisiert hatte, also auch hier ein 1-0 für uns.
Es war ein gutes Spiel, es hat sich wieder einmal gezeigt, dass Geld alleine keine Tore schießt, dass man mit Surfer auch erfolglos harmonisch spielen kann, dass Jens mit 6 kg weniger immerhin als brandgefährlich und spritzig bezeichnet werden kann, das Steven mit 6 kg mehr trotzdem die Tore macht, dass es überraschend ist, sich von Pakis Stellungsspiel und Antrittsgeschwindigkeit immer noch überraschen zu lassen, das Oli, wenn er am Vorabend einigermaßen püntlich zu Bett geht, ansprechende Leistungen bringen kann usw. usf.
Außerdem sollte Pflicht werden, im Anschluß noch bis 15 h Bier oder was auch immer, gemeinsam zu trinken. Könnte man familiäre Termine künftig nicht auch erst dann beginnen lassen? Es würde das Spiel in Perfektion ausklingen lassen.
Ich grüße euch herzlich und frage euch in gewohnter Walther Baresel/Dirk H.-Manier: “Sonntag, 12.00 Uhr, wer ist dabei?
Inselrausch
Stichworte: Freunde, Fußball, Inselrausch.de, Sylt
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