27. Februar 2007
Sie sind gut zu Vögeln und lieben Zoobesuche über alles? Dann werden Sie von der Westerländer Promenade enttäuscht sein. Dort werden nämlich nur noch Menschen gefüttert – mit mobilen Fastfood- und Bier-Buden. Die davon angelockten Möwen hingegen sollen nach Plänen der Stadt mit mannigfaltigen Gegenmaßnahmen unschädlich gemacht werden, weil…
“Anwohner und Touristen seien genervt und beschwerten sich unter anderem über das laute Schreien der Tiere [...].”
und
“Ärgerlich sei auch die Dreistigkeit, mit der die großen Vögel den Promenaden-Besuchern sogar manches Mal ein Fischbrötchen oder ein Eis aus der Hand stibitzten.”
NDR 15.02.2007
Der Ideenkatalog der Sondereinsatztruppe ist schier grenzenlos. So munkelte man zuerst vom Erschießen, dann Vergiftem, dann Eierklau, und nachdem selbst auf Sylt noch so etwas wie Naturschutzgesetze gelten, wird schließlich vom Umweltministerium in Kiel empfohlen: lauer Nesterklau.
Und für den Fall, daß trotz Verbotshinweisen noch einer sein Heringsbrötchen den Tieren zum Fraß vorwerfen sollte, sei dieser gewarnt: Die Einführung eines Möwenfreund-Bußgeldes wird z.Zt. geprüft.

26. Februar 2007
Und noch ein etwas ungewöhnlicher Beitrag – einfach weil der eben entdeckte Blog, welcher sich zur Aufgabe gemacht hat, Toilettenskandale aufzudecken und auch schon mit hiesigen Kurdirektoren und Bürgermeistern in (jahrelanger!) Korrespondenz steht, ganz großes Kino ist:
“Kein Klo nutzen zu können, bedeutet eines Grundrechtes beraubt zu werden”
steht es in Recht auf Klo in mahnenden Lettern geschreiben und prangert aktuell auf Sylt zwei Mißstände an:
In beiden Fällen blieben anscheinend Bürgermeister (Schmatloch, Sylt-Ost) und Kurverwaltung (Rauch, List) eine abschließende Antwort schuldig. Wir sind entsetzt…
26. Februar 2007
Bei dem seit Tagen vorherrschenden mehr als trüben Wetter kommen die wundersamen Ideen wie im Fluge. Da TV und Hochglanzmagazine bekanntermaßen immer nur die glamourösen Seiten der Insel zeigen, führen wir hier und heute einfach mal feierlich eine neue Serie ein:
“Bilder die die Insel nicht braucht”
a.k.a. BDDINB
sprich knallhart unverhübschte Fotos (bevorzugt mit Farbschwerpunkt grau und/oder grimmig dreinschauenden Passanten) aus der Realität.
Und da zur Zeit ja wieder alles und jeder am Bauen von Straßen und Bettenburgen ist, fangen wir heute einfach mal mit dem Naheliegensten an – den Baustellen als solches.
Sie sehen unten im Bild: Die wohl letzten, dafür jedoch erstaunlich widerstandsfähigen Überbleibsel der Promenaden- Aufbereitungsaktion Westerland (Aufgang Musikmuschel/Luzifer).

24. Februar 2007
Während das inselweite Nationalgericht bereits wenige Tage nach dem Biikebrennen wieder aus den meisten Restaurants verschwunden ist, leistet es auf dem Westerländer Wochenmarkt tapfer Widerstand – und zwar gleich eimerweise:

Frisch gekocht und duftet über den gesamten Markt.
Wer gerne selber den Löffel schwingt, dem sei folgendes Rezept aus dem “List Hüs” empfohlen:
1 kg Grünkohl, 100 g Gänseschmalz, 2 mittelgroße Zwiebeln, 1 TL Senf frischer schwarzer Pfeffer, Muskat (gemahlen), Salz, 1/2 l Kraftbrühe, eine große rohe Kartoffel
Zubereitung: Grünkohl putzen, gut waschen und ca. 4 Min. abbrühen. Aus dem Wasser nehmen und in fingergroße Stücke schneiden. Gänseschmalz in einen großen Topf geben und die geschnittenen Zwiebeln glasig schwitzen, dann den Kohl und die Gewürze hinzugeben, die Brühe angießen und alles bei schwacher Hitze dünsten (gelegentlich umrühren). Zum Schluß die Kartoffel reiben und damit die Kohlflüssigkeit binden.
Da ich zur eigentlichen Biike am 21. Februar leider nicht auf der Insel sein konnte, verweise ich einfach mal auf zwei andere Blogs mit Biike-Berichten und Fotos:
21. Februar 2007
Der Sylt Blog erblickt das Licht der Welt! Wir laden alle Sylter oder regelmäßige Sylt-Besucher zum Verfassen eigener Beiträge ein! Der Blog soll in naher Zukunft eine Anlaufstelle für kleine Geschichten aus dem Insel-Alltag darstellen.
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Aufkleber: Sylt – Man gönnt sich ja sonst nichts