Reportage: Sand für Sylt

“Die schweren Stürme des letzten Winters und der erhöhte Meeresspiegel haben die Küstenlinien Sylts extrem beschädigt.1,3 Millionen Kubikmeter Sand wird zur Zeit aus der Tiefe des Meeres gesogen und an die abgetragenen Strände gepumpt. Die Kosten betragen 6 Millionen Euro. Riesige Hopperbagger, sogenannte Sandspülschiffe, wie sie auch in Dubai beim Bau der künstlichen Palmeninseln eingesetzt werden, arbeiten Tag und Nacht und versuchen, die Nordseeinsel vor dem Untergang zu retten.

Auf der Sylter Basis-Station des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung teilt man die Ängste der Insel-Touristen nicht. Trotz schwerster Erosionen wird Sylt nicht auseinander brechen. Dennoch besteht für Optimismus wenig Grund. Denn die neuesten Messungen des Weltklimarates zeigen: Der Meeresspiegel wird zehnmal so schnell steigen, wie in den letzten Jahrzehnten prognostiziert. Auch die Sylter und ihre Badegäste werden sich darauf einstellen müssen.”

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Quelle: WDR5


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