Heringssterben

10. Juni 2007 - friesi - Eine Antwort

Die warmen Temperaturen sowie der konstante Ostwind der letzten Tage bringen z.Zt. ein recht ungewöhnliches Naturschauspiel zu Tage: Mehr als schätzungsweise eine Millionen kleiner Heringe wurden bisher an den Weststrand der Insel geschwämmt.

Was für den einen (= Hering) eher schlecht ist, freut den anderen (= Möwe) umsomehr. Nach der langen vom Tourismusdirektor Westerlands verordneten Durststrecke im Kampf gegen den umsatzschmälernden Feind Tier dürfen sich nun unsere Möwen endlich einmal wieder sattfuttern.

Eventuell hat die Direktion auch das schlechte Gewissen gepackt, denn auf der Promenade wurde zusätzlich noch eine Freßmeile aufgebaut, welche zwar im großen und ganzen immer aus den selben Buden besteht, für die Touristen aber jedesmal einen anderen Namen bekommt. Der Preis für die veredelte Variante des angespülten Tieres (trockenes Brötchen drum herum und ein Zwiebelring hinein) hält sich nach dem Motto “solange sie’s kaufen” nebenbei bemerkt tapfer im historisch konstanten Insel-Wucher-Bereich.

Heringssterben

Moewenschwarm

Westerland Sylt - Heringe

Moewen

[UPDATE 11.06.07] Das Hamburger Abendblatt hat noch einen relativ ausführlichen Online-Artikel zu der aktuellen Problematik online veröffentlicht.


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Fäkal-Souvenirs

5. März 2007 - friesi - 4 Antworten

“Schatzi - meine Liebe zu Dir ist so groß, wie dieses Geschenk geschmackvoll ist.” Der nächste Valentinstag kommt bestimmt…

Zwei Grüße von der Küste aus dem Sylter Teehaus, wobei vor allem das Rechte bzgl. der aktuell sozialkritischen (Link) Brennpunkte (Link) aufrütteln will.

Möwenschi...


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Möwen auf Sylt

27. Februar 2007 - friesi - Keine Antworten

Sie sind gut zu Vögeln und lieben Zoobesuche über alles? Dann werden Sie von der Westerländer Promenade enttäuscht sein. Dort werden nämlich nur noch Menschen gefüttert - mit mobilen Fastfood- und Bier-Buden. Die davon angelockten Möwen hingegen sollen nach Plänen der Stadt mit mannigfaltigen Gegenmaßnahmen unschädlich gemacht werden, weil…

“Anwohner und Touristen seien genervt und beschwerten sich unter anderem über das laute Schreien der Tiere […].”

und

“Ärgerlich sei auch die Dreistigkeit, mit der die großen Vögel den Promenaden-Besuchern sogar manches Mal ein Fischbrötchen oder ein Eis aus der Hand stibitzten.”
NDR 15.02.2007

Der Ideenkatalog der Sondereinsatztruppe ist schier grenzenlos. So munkelte man zuerst vom Erschießen, dann Vergiftem, dann Eierklau, und nachdem selbst auf Sylt noch so etwas wie Naturschutzgesetze gelten, wird schließlich vom Umweltministerium in Kiel empfohlen: lauer Nesterklau.

Und für den Fall, daß trotz Verbotshinweisen noch einer sein Heringsbrötchen den Tieren zum Fraß vorwerfen sollte, sei dieser gewarnt: Die Einführung eines Möwenfreund-Bußgeldes wird z.Zt. geprüft.

Möwen auf Sylt


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