Frisch eingetroffen: Das Wasser drückt durch den Westwind und die Gezeiten zunehmend hoch. So wie es aussieht, wird Sylt wohl wieder reichlich Sand durch die Sturmflut verloren gehen.
Mitbringsel fürs Fotoalbum: Das Selbstportrait mit der Einwegkamera.
Bis zu 10 Meter hoch peitscht die Gischt…
Unerschrockene nutzten den Orkan für den Wassersport Kitesurfen
Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits gestern eine Orkanwarnung für die Nordseeküste herausgegeben, heute ist der Sturm da: Der niedliche klingende Orkan “Resi” fegte am Nachmittag mit immerhin 12 Windstärken über Sylt hinweg und sorgte neben fliegenden Hüten auch für allerlei Einschränkungen im Verkehr. So mußte z.B. die Deutsche Bahn den Autozug über den Hindenburgdamm (Sylt Shuttle) ab 13:30 Uhr vorübergehend einstellen - gegen Abend wird wieder mit der Freigabe gerechnet. Normale Personenzüge waren und sind jedoch nicht betroffen.
Wie es mit dem heiklen Thema der Sandabtrgungen bestellt ist, wird sich erst morgen früh vollständig zeigen. Man münkelt jedoch, Hörnum sei noch existent und vollständig über die angebunden. Für sensationsgeile Gaffer seinen die aktuellen Bilder aus den Krisenregionen live via den unzähligen Sylt Webcams zu empfehlen.
Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Niedersachsen geht für den Freitag-Vormittag von einem Hochwasserstand von 2 Metern über Normal sowie einem Seegang von 8,50 Metern für die Nordseeküste aus. Desweiteren werden Orkanböen mit bis zu 115 km/h in den Spitzen erwartet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kann es sogar schon in der Nacht zum Freitag zum Orkan kommen:
In der zweiten Nachthälfte und am Freitag treten verbreitet orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h (Bft 11), vereinzelt auch bis 125 km/h (Bft 12) aus Nordwest auf. Mittelwind Bft 9 bis 10. ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.
Massiv betroffen werden außerdem die Deiche auf dem Festland sein. Durch das an die Küste gedrückte Wasser gehen die Behörden von den höchsten Wasserständen seit den letzten 30 Jahren aus.